Was für ein Name für eine Filmproduktion!

Nach langer Zeit mal wieder was zum Thema Film. Ein Freund machte mich auf „Where’s the beer and when do we get paid?“ einen unterhaltsamen Dokumentarfilm (nein, das widerspricht sich nicht!) über und mit Jimmy Carl Black, den Schlagzeuger der Mothers of Invention aufmerksam. Besonders super ist natürlich, dass der Film zum Teil in meiner Heimat im Chiemgau gedreht worden ist.

Jimmy Carl Black Filmplakat

 

Warum er aber hier überhaupt auftaucht, hat einen anderen Grund. Den Namen der Produktionsfirma der beiden Macherinnen des Films: Böller und Brot. Ein Name, der bei mir sofort im Hirn, und gleichzeitig im Herz eingeschlagen hat. Trifft Deutsch doch intensiver als Englisch?

 

Serviceplan Facit – Die Made der Innovation. Greislich.

Deutsch und Englisch – wann was?

Auf einer Tagung. Stände verschiedener Dienstleister sind aufgebaut. Marktforscher, Verleger, Personalvermittler. Auf einem der Stände liegen lustige Flyer aus. Darauf steht: Made der Innovationstreiber. Nicht so richtig anziehend. Da ich berufsbedingt notorisch neugierig bin und gerne analysiere, habe ich natürlich gleich die Auflösung im Kopf: eine quasi subkutane Analysemethode, die das Innerste herausarbeitet und dann am Ende die Verwandlung in eine perfekte Innovation. Zugegeben, man muss sich schon etwas bemühen, um auf eine solche Auflösung zu kommen.

Der Abgleich mit den Unternehmensbotschafterinnen von Facit offenbart dann eine viel unspektakulärere Auflösung, und viel weniger Wagemut als vielmehr eigenwillige Kommunikation: Man muss es anders lesen. „Made“ ist nicht Deutsch, sondern Englisch, „der Innovationstreiber“ ist natürlich Deutsch. Warum man der kleinen Made dann nicht wenigstens ein Komma zur Abgrenzung spendiert hat, bleibt wohl das Geheimnis der Verantwortlichen.

Es spricht natürlich nichts dagegen, englische Begriffe auch in deutschem Sprachkontext zu verwenden, aber eine verständliche Kommunikation ist auch heute immer noch sinnvoll. Finde zumindest ich.

 

PS: Geht es nicht auch eigentlich um „make“ statt „made“?

PPS: Wer sich besonders für Claims und Slogans interessiert – hier lang.