Immobilien-Branding – Pflicht oder Kür?

Jeder Mensch hat einen Namen. Jedes Produkt auch, und jedes Markenprodukt sogar einen besonderen, den ein ähnliches Produkt nicht haben kann. Doch wie ist das mit Immobilien – brauchen die Namen? Brauchen die Branding? Angesichts des Baubooms in den Städten, des Kampfes um die besten Ecken, eine plausible Frage.

Stellt man die Frage nach Branding inkl. Markennamen bei Immobilien, ist natürlich die allererste Frage: wozu? Eine Wohnimmobilie mit 100 Einheiten in München, die kann man auch mit der Bezeichnung „Wohnobjekt“ vermarkten. Vermutlich würde es sogar mit der Bezeichnung „Verrückt teuer, aber dennoch begehrt“ funktionieren. Hier ist auch der Horizont der meisten Immobilienentwickler und des Immobilienvertriebs wichtig. Der reicht in den seltensten Fällen bis zur Schlüsselübergabe, oft nicht mal bis zum Baubeginn. Deshalb: Wofür eine Marke finden und etablieren, wenn der Verkauf vielleicht in zwei Wochen erledigt ist? Kosten fallen an, zu ernten gibt es nichts – außer der Name würde einen tatsächlichen Mehrerlös bringen. Dies ist möglich – aber nicht garantiert.

Immobiliennamen am Bahnhof

Aber die Welt besteht ja nicht nur aus München. Vielleicht schaut das in anderen Städten ganz anders aus, und der Name kann tatsächlich eine hilfreiche Differenzierung ermöglichen.

Außerdem gibt es langfristig orientierte Projekte, zum Beispiel solche, bei denen Mieterlöse im Vordergrund stehen, oft gewerblicher Natur. Bei einem Geschäftszentrum mit Ärzten, Läden und Büros oder einer Einkaufsmeile – da hilft eine etablierte Marke bei der Erzielung höherer Mietpreise. Denn es gibt einen Gegenwert: die Bekanntheit der Marke, die leichte Nennbarkeit, Merkbarkeit und Weitersagbarkeit bei den Besuchern, und somit die Aussicht auf Mehrerlös für die Mieter. Klassische Beispiele sind die 5 Höfe in München oder die Hackeschen Höfe in Berlin. Adressen wie die Königsallee in Düsseldorf haben eine ähnliche Funktion und werden von den Anliegern wie eine Marke gepflegt. Ein wesentlicher Unterschied aus Namensperspektive ist aber, dass hier die Adresse die Marke ist, und nicht ein für das Objekt kreierter Markenname. Sollte ein Objekt mit dafür geschaffener Marke (weiter)verkauft werden, ist die Marke ein realer Asset (passt gut zu Real Estate) und liefert so auch beim Verkauf wieder einen angenehmen Ertrag.

Die Namen der Objekte gehen heute weit über das Traditionelle hinaus. Einen Gewerbepark Unterföhring würde heute niemand mehr entwickeln. Und sicher auch kein Wohnhaus Beringer Straße 3. Heute wird kreativ kreiert, was das Zeug hält. Also schauen wir uns zum Abschluss noch ein paar Projekte und ihre Namen an, die gegenwärtig in Deutschland im Entstehen sind:

1. Das Weiße Haus (Zech Gruppe) – Bürogebäude in Stuttgart

2. BRILLissimo (Zech Gruppe) – Büro- und Geschäftshaus in Bremen

3. Hymat Berlin (CG Gruppe) – Mischquartier in Berlin

4. Vauvau Apartments FourLiving (CG Gruppe) – Wohnen und Gewerbe in Leipzig

5. Vitopia Kampus Kaiserlei (CG Gruppe) – Stadtquartier in Offenbach

6. Covent Garden Munich (SSN Gruppe) – Quartierplanung in München

7. GlockenGut (SSN Gruppe) – Wohnbauprojekt in Bayreuth

8. Pandion The Haus (Pandion) – Eigentumswohnungen in Berlin

9. Brick and Brain 34 (Alstria) – Bürogebäude in Hamburg

10. C3-ComConCenter (Officefirst) – Bürokomplex in Frankfurt

Da sage noch einer, hier würde sich nichts tun.

 

Neue Produktlinie von Bora!!!!!

Eine neue Produktlinie von BORA ist auf der Living Kitchen 2019 in Köln eingeführt worden. Der Name ist selbsterklärend: BORA Pure. Und stammt aus meiner Hand.

BORA Lüftungstechnik ist der Hersteller innovativer Kochfeldabzüge und Pionier bei der Ausstattung von Küchen mit Kochfeldern ohne störende Abzugshauben. BORA Pure ergänzt das bestehende Sortiment von drei Produktlinien: BORA Professional, BORA Classic und BORA Basic. „Neue Produktlinie von Bora!!!!!“ weiterlesen

Kerniger Knuspergenuss – Neu von Dr. Karg’s

Guilty Pleasures? Knabbern ist ganz vorn dabei. Ob Chips, Popcorn oder Beef Jerky. Doch jetzt gibt’s was wirklich Gutes. In jeder Hinsicht.

Die Marke Dr. Karg‘s ist bekannt für kerniges, gesundes Knäckebrot in vielen Geschmacksrichtungen und ihre kleinen Knäckestückchen als Snacks. Nachdem der Markt der salzigen Knabberartikel mit den Megasellern Chips und Flips schon stark gewachsen ist, sind nun die „gesünderen“ Artikel wie Salzbrezeln, Nüsse, Reisgebäck, Cracker dran. So führt Dr. Karg’s zu 2019 eine Knabberinnovation ein. „Kerniger Knuspergenuss – Neu von Dr. Karg’s“ weiterlesen

Knorr-Bremse – neue Kategorie und Friction-Produkte

Juhu, jippieh, rauf auf die Bühne! Zur InnoTrans 2018 in Berlin führt Knorr-Bremse viele Neuigkeiten ein. Als Systemhaus für Bremstechnologien ist Knorr-Bremse (wie der Name schon sagt) ja schon lange ein Begriff. Mittlerweile gehören aber auch jegliche Typen von Bremsbelägen in allen Formen und Materialien zum Sortiment. Der Sammelbegriff „Friction Technologies“ fasst sie in Zukunft sowohl intern wie auch nach außen zusammen. Diese Benennung zu finden war Teil eines größeren Projektes zur Kennzeichnung von Produktbereichen und Produktfamilien im Jahr 2017. „Knorr-Bremse – neue Kategorie und Friction-Produkte“ weiterlesen

Deutsh is coming home: Deutsche Markennamen

Der Reiz von fremdsprachlichen Namen ist ein echter Dauerbrenner im Namensgeschäft. In Deutschland ist natürlich das Englische als Spendersprache besonders prominent. So klingen simple Begriffe im Englischen angeblich „einfach besser“ als im Deutschen, sei es als Übersetzung oder Lehnbildung. Oft wird es freilich lächerlich, so wie bei „Soccer Cups“ an Münchner Grundschulen.

Deutsche Namen haben es in Deutschland nicht immer leicht, „Deutsh is coming home: Deutsche Markennamen“ weiterlesen

Innovative Smartphone-Marken? Von Uhans und Gretel

Schon mal von Gretel, Uhans oder Umi gehört? Nur auf den ersten Blick ist der Smartphone-Markt aufgeteilt zwischen Apple und Samsung. Es gibt viele Dutzend  Smartphone-Marken, von denen Sie als Normalverbraucher vielleicht noch nie gehört haben. Vergessen Sie alte Pioniere wie HTC oder Motorola. Werfen wir einen Blick auf den Markt und die erstaunliche Namensgebung – „Innovative Smartphone-Marken? Von Uhans und Gretel“ weiterlesen

Täuschung trotz Nüchternheit: Irreführender Wein bei Netto

Selten kann man die Absichten und Folgen der Namenswahl so schön erkennen wie bei Grenzgängen und Verletzungen. Bestes Beispiel ist ein Wein, der diese Woche bei Netto im Angebot ist: ein Grosses Gewächs zu 9,99 Euro. Für die Nichtweinafficionados, das ist so als bekäme man einen Champagner für 6,99 Euro, also eigenartig billig.

Kenner werden stutzen – wie geht das, ein GG zu diesem Preis? „Täuschung trotz Nüchternheit: Irreführender Wein bei Netto“ weiterlesen